Pfarrer Winter
Liebe Leserinnen und Leser unserer Internetseiten, liebe Gemeindemitglieder,  

der Ostergruß des auferstandenen Herrn lautet nicht: „Frohe Ostern“. Der Ostergruß des Auferstandenen lautet vielmehr: „Friede sei mit euch!“ Zwei Mal spricht Jesus seinen Freunden, den Jüngern, diesen Gruß am Auferstehungstag zu: „Friede sei mit euch!“ Und dieses Grußwort hat Eingang gefunden in die heilige Messe. In jeder Eucharistiefeier wird uns dieses Wort kurz vor der heiligen Kommunion vom Priester zugerufen: „Der Friede des Herrn sei allezeit mit euch!“  

Es ist ein österliches Grußwort, es ist der österliche Friede, der den Christen da im Gottesdienst zugesprochen und geschenkt wird. Er wird  d e n  Menschen zuteil, die mit dem auferstandenen Herrn verbunden sind, die in ihm verankert sind, die in der Verbindung mit ihm ihren Weg gehen. Diese Verbindung schenkt unserem Leben Gelassenheit und Ruhe im Herzen. Sie schenkt einen Frieden, den  s o  die Welt nicht geben kann. Letztlich ist dieser Friede neues Leben im Geist Christi, das uns in der Taufe geschenkt ist. Und erst in diesem Frieden können wir uns auch um den Frieden in unseren Lebensräumen bemühen und ihn dorthin bringen. Dazu sind wir ja gerufen und gesandt von Jesus, um Frieden zu bringen, um als neue Menschen zu leben, um an Jesu Werk mitzuarbeiten.  

Viele Menschen zweifeln daran, dass Jesus lebt, dass er bei uns ist, dass er uns zu einem vollendeten, glücklichen Leben führen kann. Sie glauben nicht wirklich daran. Auch Thomas hatte mit dem Osterglauben seine Schwierigkeiten und zweifelte. Und nicht wenige Menschen erleben in ihrem Herzen Friedlosigkeit, Unzufriedenheit, Ruhelosigkeit. Obwohl sie doch vieles haben und vieles gut läuft in ihrem Leben fühlen sie sich nicht wirklich glücklich.  

Thomas hat dann doch Jesus entdeckt, hat ihn erlebt, ihn erfahren. Er hat in der Begegnung mit dem Auferstandenen seinen Frieden und den Glauben gefunden. Das alles ereignet sich in der Begegnung mit Christus: im Hören der frohen Botschaft, in der Gemeinschaft der Glaubenden, im Feiern der heiligen Messe, im Empfangen der Kommunion. Da empfangen wir Frieden, Stärkung im Glauben, Hoffnung, Zuversicht, für unser Leben, für das Leben über den Tod hinaus.  

Denken wir in diesen Tagen und Wochen auch an die Kinder, die zum ersten Mal zum Tisch Jesu treten und beten wir für sie, damit sie tief verbunden werden mit Christus, und in seiner Freundschaft und seinem Frieden ein gesegnetes Leben haben.  

Mit frohen, österlichen Grüßen
Pfarrer Ferdinand Winter  

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