Chronik der Pfarrgemeinde

Unsere Pfarrei hat eine interessante Geschichte. Hier finden Sie eine kurzen geschichtlichen Abriss:

Kirchen und Kapellen in Babenhausen

Vor der Reformation hatte Babenhausen fünf katholische Gotteshäuser und die Zellkirche am Pfaffenweg nach Zellhausen. Die Pfarrkirche (damals noch eine Wallfahrtskirche) besaß insgesamt sechs Altäre, darunter einen Altar mit einer Piéta, die als Gnadenbild verehrt wurde und zu dem Wallfahrten stattfanden. Zu den Gottesdiensten kamen Priester und Mönche aus Seligenstadt.

Durch die am Anfang des 16. Jh. beginnenden Bestrebungen, die bestehenden religiösen Verhältnisse zu verbessern, kam es in den folgenden Jahren zur Reformation. Da zu diesem Zeitpunkt Babenhausen dem Grafen zu Hanau gehörte, befahl er seinen Untertanen, zum protestantischen Glauben (durch Gesetz von 1555 "Augsburger Religionsfrieden") überzutreten. (Auszug aus der Chronik von Erich Best)

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74 Katholiken im Jahr 1862

Das katholische Gemeindeleben erwachte wieder, wenn auch nur im begrenzten Maße, nachdem Pfarrverwalter Schaupp von Nieder-Roden vom Bischöflichen Ordinariat beauftragt wurde, ab 06. Oktober 1854 die Seelsorge der Katholiken in der Militärstrafanstalt (Schloss) und in der Stadt zu übernehmen. 1862 wurden in Babenhausen 74 Katholiken gezählt. Im Januar 1870 wurde Babenhausen der Pfarrei Dieburg zugeordnet.

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1885 Neubau einer kleinen Kirche

Im Jahr 1885 begann der Neubau einer kleinen Kirche in Babenhausen, die am 8. August 1888 als "St.-Josephs-Kapelle" durch den Domkapitular Nostadt feierlich geweiht wurde. Die seelsorgliche Betreuung der Katholiken in Babenhausen übernahmen in den folgenden Jahren verschiedene Geistliche aus Dieburg, Seligenstadt und Nieder-Roden. Zu diesem Zeitpunkt hatte Babenhausen 2.492 Einwohner, davon 242 Katholiken.

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St.-Josephs-Kapelle
St.-Josephs-Kapelle

1906 wird St. Josef zur selbständigen Pfarrgemeinde erhoben

Nachdem die Zahl der Gemeindemitglieder stetig wuchs, wurde Babenhausen 1906 zu einer selbständigen Pfarrgemeinde erhoben. In den Jahren des 2. Weltkrieges wurde die Gemeinde von den Kaplänen aus Dieburg betreut. Die Kirche selbst war durch Bombeneinwirkung schwer beschädigt.

Ab 1945 wächst die Gemeinde durch dagebliebene Evakuierte und zugezogene Heimatvertriebene, so dass die Pfarrgemeinde Babenhausen mit ihren fünf Stadtteilen Harpertshausen, Harreshausen, Hergershausen, Langstadt und Sickenhofen 1946 bereits 1.400 Katholiken zählte.

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Babenhausen wird Pfarrkuratie unter Pfarrer Schubert

In dieser Nachkriegszeit des Aufbruchs kam Pfarrer Anton Schubert, zunächst als Lokalkaplan von Dieburg für die Lokalkaplanei nach Babenhausen. 1947 wurde die Kirche notdürftig renoviert, die Fenster wurden verglast und das Kirchendach repariert. Am 01. November 1954 wurde die Lokalkaplanei Babenhausen zur Pfarrkuratie (Pfarrei) erhoben. Pfarrer Anton Schubert war bis April 1968 Pfarrer der Pfarrkuratie.

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Pfarrer Stolle und Kirchenneubau 1969

Am 01. Mai 1968 wurde Pfarrer Franz Stolle als Pfarrer von St. Josef eingeführt. Er hat sich sehr in der Jugendarbeit engagiert. Während seiner Amtszeit wurde die neue St. Josefskirche erbaut.   

Schon viele Jahre zuvor gab es  Überlegungen, in Babenhausen eine neue Kirche zu bauen. Die alte kleine Kirche konnte die große Anzahl der Kirchgänger schon lange nicht mehr aufnehmen. Außerdem waren zwischenzeitlich erhebliche bauliche Mängel zu beklagen.  

Nach Planungsentwürfen der Architekten Grundey, Jaksche und Bauernfeind vom 22. August 1968 entschied sich das Bischöfliche Ordinariat am 14. November 1968 für den Entwurf mit Gemeindezentrum des Architekten Bauernfeind.

Im August 1969 begann die ortsansässige Firma Aumann mit den Planierungs- und Aussschachtarbeiten. Gleichzeitig richtete die Firma Lenz-Bau AG die Baustelle ein und begann mit dem Bau des Gemeindezentrums. Am 12. Juli 1970 erfolgte die Grundsteinlegung für die neue Kirche durch Domkapitular Fahney.

Im Frühjahr 1971 war der Kirchenbau vollendet und die neue Kirche "St. Josef" wurde am 1. Mai 1971 durch unseren damaligen Bischof Dr. Hermann Volk (später Kardinal) konsekriert. Die Anzahl der Katholiken betrug zu diesem Zeitpunkt ca. 3.900 Mitglieder.  

Pfarrer Stolle war bis Oktober 1973 Seelsorger der Pfarrgemeinde St. Josef.

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Pfr. Dach über 30 Jahre in St. Josef

Mit Pfarrer Christian F. Dach, der von 1973 bis 30.06.2007 in der Pfarrei wirkte, entwickelte sich die Pfarrgemeinde St. Josef in diesen Jahren zu einer lebendigen Gemeinde mit den vielfältigen Gruppierungen, wie Pfarrgemeinderat, Verwaltungsrat, Singkreis, Katholische Kirchenmusik, Senioren-Kreis (früher Alten-Club), Ministranten, Jugendclub, Chor Spirit, Bücherei, Bibelkreis, Firm- und Kommuniongruppen, Sternsinger und Kinderkirche.

So feierten der "Singkreis" im Januar 2011 das 35jährige und die "Katholische Kirchenmusik" das 20jährige Bestehen mit Festgottesdiensten. Der Senioren-Kreis (vormals Alten-Club) blickt im Mai 2011 auf 40 Jahre zurück und begeht dieses Jubiläum mit einem Festgottesdienst.  

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Pfarrer Winter neuer Seelsorger

Am 01. September 2007 kam Pfarrer Ferdinand Winter als neuer Seelsorger in unserer Pfarrgemeinde.

Am 01. Mai 2011 wurde der 40. Weihetag unserer Pfarrkirche "St. Josef" feierlich begangen in der Hoffnung und Zuversicht, dass wir noch viele Jubiläen in einer lebendigen Pfarrgemeinde feiern können. Dazu bitten wir um den Segen Gottes.
(Text: Reinhold Gotta)
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