Weltgebetstag der Frauen 02.03.12

"Steht auf für Gerechtigkeit"

das war das Thema des jeweils am 1. Freitag im März begangenen Weltgebetstag. Er wird in 170 Ländern der Erde gefeiert . Jährlich stellt sich ein anderes Land vor und bittet, seine speziellen Anliegen im Gebet zu unterstützen. In diesem Jahr haben Frauen aus Malaysia die Gebetsordnung vorbereitet. Es ist den einzelnen Gemeinden jedoch überlassen, diese frei zu gestalten. Unser eingespieltes Team aus evangelischen und katholischen Frauen war seit mehreren Wochen in Aktion, eine ansprechende Vorstellung des Landes und der Anliegen der malayischen Frauen zu erarbeiten. So sollte das Verständnis für die dortigen Nöte veranschaulicht werden.

Zunächst trafen sich alle Teilnehmerinnen im katholischen Gemeindzentrum zu Kaffee und Kuchen. Die Tische waren mit kleinen Symbolen zum Thema geschmückt. Ein vorgelesenes Märchen aus Malaysia sollte ebenfalls auf das exotische Land einstimmen. Mitarbeiter des Weltladens hatten einen Verkaufsstand aufgebaut; eigens zu diesem Zweck waren Artikel aus Malaysia ins Sortiment aufgenommen worden.

Anschließend gingen die etwa 80 Frauen in die St. Josefs-Kirche. Auch fünf Männer hatten den Weg zu uns gefunden. Ein guter Anfang für die kommenden Jahre, so hoffen wir, denn das Beten für die Anliegen der Frauen darf getrost auch von Männern unterstützt werden.

Die farbenfrohe Dekoration im Altarraum brachte die geographische Lage des Landes zum Ausdruck. Sein Reichtum wurde in den ausgelegten Produkten dargestellt. Blühende Orchideen versinnbildlichten die Schönheit, Bibel und Koran waren Zeichen für unterschiedliche Glaubensrichtungen. Am Anfang der Gebetsstunde stand wie immer die Vorstellung des Landes. So leben in Malaysia neben den Malaien auch chinesische Völker, Menschen indischen Ursprungs und anderer ethnischer Herkunft. Trotz unterschiedlicher Abstammung und Religion versuchen alle, friedlich miteinander auszukommen. Den Frauen liegt vor allem am Herzen, dass keine Volksgruppe in ihrem Land bevorzugt wird und gleiches Recht für alle gilt, auch für eingereiste Dienstleistende. Dieses Anliegen des Weltgebetstags, Gerechtigkeit für alle zusammenlebenden Völkergruppen, wurde durch die Lieder und einer kleinen Pantomime deutlich und eindringlich dargestellt. An diesem Tag erfuhren die Teilnehmer vieles über Malaysia und die dortigen Verhältnisse. Auch wurde auf die Zensur der Berichterstattung im Lande hingewiesen.

Grundlage des Nachdenkens über Gerechtigkeit waren Lesungen aus dem Buch des Propheten Habakuk, der die Gerechtigkeit Gottes klagend einfordert und das Gleichnis der Witwe, die ihr weltliches Recht bei dem ungerechten Richter mit Beharrlichkeit durchsetzt. Die Anliegen der malayischen Frauen waren präzise formuliert, mit klaren, eindringlichen Worten direkt am Kern der Sache. Und so kam die Botschaft auch an. Jeder hat auf seine Weise diesen Nachmittag zu einem echten Erleben werden lassen. Besonders ist zu erwähnen, dass sich auch zwei Jugendliche aus der evangelischen Pfarrei eingebracht haben.

Bei allen Mitwirkenden und Mitbetenden war eine dichte Atmosphäre zu spüren. Es war auf eine unbestimmte Art harmonisch, ja feierlich. So war es nur folgerichtig, dass am Ende der Gebetsstunde sich eine Frau aus der Gemeinde spontan zu Wort meldete. Sie bedankte sich im Namen aller herzlich für die endrucksvolle Gestaltung beim Vorbereitungsteam.

Wie heißt es doch so schön: „Das wäre nicht nötig gewesen“. Aber – es hat gut getan.

Text: Ursula Kurbel
  • Frau Dirks vom ökum. Vorbereitungskreis begrüßte die Anwesenden
  • zum Kaffeetrinken im Pfarrsaal hatte sich eine große Schar eingefunden
  • Unterschriftensammlung für eine Petition um gerechtere Entlohnung der Hausangestellen in Malaysia
  • mit vielen Accessoires wurden die beiden malaysischen Landesteile in der Kirche dargestellt
  • Das Evangelium wurde von den Frauen darstellerisch ins Bild gebracht
  • zwei Jugendliche lasen Situationsberichte von malaysischen Frauen vor
  • Der Kehrvers des Liedes 'Öffne, Gott, meine Augen mir' wurde vom ganzen Vorbereitungskreis mit eindrucksvollen Gesten begleitet
  • mit bunten Tüchern waren die Inselteile dargestellt
  • mit den Zeichen von Wasser, Kreuz und Kerze wurden die Fürbitten vorgetragen
  • Vorbereitungsteam aus Sickenhofen

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